Natur

Das Kraftwerk Augst kümmert sich intensiv um die Belange der Natur. Beim Umbau der Schleuse wurde mit Umweltfachleuten ein Biotop von nationaler Bedeutung geschaffen. Auf der verlängerten Insel im oberen Schleusenvorhafen wurde eine Kiesbank und ein Weiher geschaffen, welche Kleinlebewesen als neue Heimat dient.

Vor dem Bau der Kraftwerke am Rhein waren solche Kiesbänke immer wieder anzutreffen, vor allem bei niedriger Wasserführung. Bei Hochwasser wurden die Bänke überschwemmt und die Vegetation mitgerissen. dadurch bildeten sich immer wieder neue, nackte Kiesbänke als Brutstätten für Wasservögel. Mit Kies aus der Ergolz wurde im Sommer 2015 eine neue Wand für Uferschwalben aufgeschüttet, im oberen Bereich sorgt eine Lehmschicht für ideale Wohnbedingungen.

Die Schwalben sind seit Jahrzehnten treue Gäste des Kraftwerkes. Pünktlich im Frühjahr treffen sie aus dem Süden bei uns ein und nehmen die Nistkästen an der Südfassade in Beschlag. Ihr Eintreffen wird seit jeher als untrügliches Zeichen für den nahen Sommer gewertet. Seit dem Jahre 1999 sind auch Nistkästen für die Mauersegler (Spieren) an der Fassade montiert.

Auch der Storch hat im Kraftwerk Augst eine Heimat gefunden. Das frühere Nest auf dem Maschinenhausdach wurde wegen der Photovoltaik-Anlage auf das Bürogebäude versetzt.

Seit dem 21. September 2004 ist der neue Fischpass in Betrieb. Die Leistungsfähigkeit wurde mittels Zählungen während zweier Jahre belegt. In dieser Zeit konnten rund 10‘000 Fische erfasst werden, mit 22 Arten ist die Vielfalt beeindruckend.

Seit dem 31, März 2017 sind die koordinierten Fischzählungen abgeschlossen. Die Resultate sind noch nicht verfügbar.

Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt läuft ein weiteres Projekt zur Gewinnung neuer Erkenntnisse der Fischwanderung seit März 2017. Mittels Sendern welche den Fischen implementiert werden, kann das Wanderverhalten zwischen den einzelnen Staustufen genau bestimmt werden. Die Besenderung und Auswertung erfolgt durch das Institut für angewandte Oekologie www.ifoe.eu